Windenergie, eine alte Idee, neu genutzt !





Wind:

Wind entsteht durch ungleichmäßig erwärmte Luft in der Atmosphäre.
Oder wissenschaftlich: "Wind und Turbulenzen sind Teile eines das gesamte Wettergeschehen beherrschenden Massenaustausches, der globalen Ausgleich der zeitlich und örtlich unterschiedlichen Strahlungswirkungen der Sonne bewirkt. Wind stellt dabei gerichteten Transport infolge großräumiger, atmosphärischer Strömungsprozesse dar." (Quelle: Skript Luftreinhaltung, TU Berlin) Alles klar?
 

Windkraft:

Mit Windkraftanlagen läßt sich die Bewegungsenergie des Windes nutzbar machen. In Deutschland wird die Windenergie hauptsächlich zur Stromerzeugung genutzt, es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Bewegung direkt, z.B. von Wasserpumpen, zu verwenden.
 

Windkraft ist in Deutschland die erneuerbare Energieform mit den größten Zuwachsraten.
Die gesetzliche Vergütung der Einspeisung ins Netz hat die Windnutzung an vielen Standorten wirtschaftlich gemacht und eine Industrie entstehen lassen, in der schon heute mehr Menschen arbeiten als in der Atomindustrie (Quelle: Tobias Cottmann, Ökokonsult GmbH, Frankfurt, 1999). Technisch sind die Anlagen in der Megawatt-Klasse angelangt und es werden z. Zt. Off-Shore Anlagen in Nord- und Ostsee projektiert.
Laut einer Aufstellung des Bund/Länder- Arbeitskreises "Energie und Umwelt" waren 1998 rund 6000 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von etwa 3000 Megawatt installiert, vier Jahre zuvor gab es in deutschen Landen lediglich 3600 dieser Anlagen (aktuelle Zahlen siehe bei Windkraft).

Ein Prozent Windstromanteil ist erreicht:
Ergebnisse aus dem wissenschaftlichen Meß- und Evaluierungsprogramm (WMEP):
Die Bedeutung der Windenergienutzung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die stürmische Entwicklung wurde durch das Förderprogramm "250 MW Wind", sowie durch das Stromeinspeisungsgesetzt maßgeblich beeinflußt. Mittlerweile sind in Deutschland 6000 Windenergieanlagen mit knapp 3000 Megawatt installierter Leistung  in Betrieb. Der überwiegende Anteil der Anlagen  arbeitet im Netzparallelbetrieb. Die Windstromproduktion ist in 1998 auf 4500 Millionen kWh  angestiegen. Dies entspricht einem Anteil von einem Prozent der öffentlichen Stromversorgung, die konstant bei etwa 450.000  kWh gelegen hat.
(Quelle: Dipl.Ing. Michael Dusterwitz, ISET)

Laut Prof. Gasch, TU-Berlin, gehört zur erfolgreichen Förderung von Windenergie folgende Punkte:

Wind + Geld + Politischer Wille!

Nur dann entwickelt sich die Windkraft!
Beispiele: Indien, Spanien, Kalifornien.

Zur Wirtschaftlichkeit der Windkraftwerke eine Einschätzung von Herrn Kohler, Vorsitzender der Niedersächsischen Energie-Agentur: "Ich bin nicht der Ansicht, daß im Binnenland die Zukunft der Windenergie liegt. Standorte, an denen die Mühle 1500 Vollaststunden (pro Jahr) bringt, sind ökonomisch nicht sinnvoll." Die Zukunft liegt seiner Meinung nach auf dem Wasser mit 3800 Vollaststunden pro Jahr und mehr. (Quelle: Zeitschrift Erneuerbare Energien, 4/99)
 

Kritik an der Windkraft:
Aber es gibt nicht nur Befürworter solcher Anlagen, vor allem die Gegenargumente zu den Windparks nehmen zu:  Verschandeln die Umwelt, Licht- und Schatteneffekt (Diskoeffekt), Ruhestörung, Beeinträchtigung der Tierwelt, so die Hauptvorwürfe. Nicht immer ganz zu unrecht, entscheidend ist eine allgemeinverträgliche Planung.
(Über den Flächenverbrauch im Vergleich mit anderen Energieträgern läuft zur Zeit in der Windkraftgruppe der TU-Berlineine Studienarbeit.)
Im übrigen werden die langsam laufenden Dreiflügler inzwischen viel eher akzeptiert (sie strahlen mehr Ruhe aus als die hektischen Zweiflügler).
 
 
 

Links zum Thema Windkraft:

Kapitalanlage Windkraft:
(eine Auswahl)
 

Links zum Thema Grüner Strom, Grüne Energie:

Regenerative Energien: Aktuelle Informationen / Nachrichten:


Wer hat´s gemerkt? Die Drehrichtung der Windkraftmaschinen ist anders herum, als bei der historischen Mühle!

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upgedatet 23.11.2000