Schiffmühle bei Lobositz

Modell im Maßstab 1:35
Baufirma Lanna
1911, Holz, Vitrine
Museum: Usti. na Labem

Der Betrieb der letzten mobilen Schiffmühle auf der Elbe bei Lobositz aus der Zeit des 30 jährigem Krieges wurde am 27. Januar 1911 wegen Ausbau der Lobositzer Wehr- und Stauanlagen eingestellt. Für 14.000 Kronen wurde die Mühle von der Baufirma Lanna aufgekauft und dokumentiert.
Schiffmühlen waren einfache, schon im Altertum bekannte Mühlen auf Wasserfahrzeugen, die mit Ketten am Ufer oder mit Ankern am Grund des Flusses befestigt waren. Sie wurden durch den Aufprall des Wassers auf die Schaufeln des langsam drehenden Wasserrades angetrieben. Die Schwimmregelung garantierte ein gleichmäßiges Eintauchen des Wasserrades auch bei schwankendem Wasserspiegel. Der Betrieb war nur durch große Überschwemmungen und extreme Trockenheit bedroht. Auf dem tschechischem Abschnitt der Elbe befanden sich Schiffmühlen in Wegstädtl, in Lobositz, bei Sebusein, in Krammel und bei Schwaden.

AUS: Die Elbe, ein Lebenslauf. Ausstellungskatalog, Deutsches Historisches Museum, 1992.


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Schiffmühle
upgedatet 30.4.99