Mühlentagebuch vom 24.8.98
Nach dem Urlaub - oder: Wie einer wieder Lust aufs Müllern bekam
Urlaub vorbei, Montag erster Tag wieder in Berlin. Nun endlich mal wieder
auf zur alle 14 Tage stattfindenden Mühlentheorie.
Tagsüber waren schon schöne Böen über Berlin gezogen,
ich hatte sehr viel Lust auf die Mühle bekommen. Als ich dort dann
ankam, drehte sie sich munter - die gute Alte - doch es waren keine Kursleutchen
da. Ist wirklich noch Urlaubszeit. Dafür kamen Steff und Stefan
mehlverkleistert aus der Mühle. Ho, die haben gemahlen und ich wollte
doch auch endlich mal wieder........
99 kg Mehl, welch schöner Wind, welch schönes Mahlen.
So blieb mir nur, mich nur an den Aufräumarbeiten zu beteiligen.
Getreidesäcke mit dem Sackaufzug nach oben befördern. Doch die
Müllerknoten konnte ich gar nicht mehr. Dabei war ich doch gerade
Klettern in den Alpen gewesen? Doch, da nimmt man ein paar andere Knoten.
Und doch.... Ist die Müllerin gerade unterwegs? Ich wollte doch immer
schon mal mit dem Sackaufzug nach unten fahren. Ein Fuß in die Schleife....
und schon sind die 3 Böden geschafft. Juchuuuuuu !
"Aeggy, wo bist denn du ? "
"........"
Also, das Müllerleben hat mich wieder. Gleich Übermorgen wird mit einer Schulklasse Brot gebacken und am Samstag ziehen wir nach Saalow zum Dorffest, mit unserer Handmühle und unseren Broten. Dort steht neben der Paltrockwindmühle von Bernd Meybach auch die Scheunenwindmühle am Doranger.
Sage einer, wir Müller verständen nicht zu leben.