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Mühlentagebuch vom 22. August 1999 Besuch auf der Motormühle in Dützen (Mühlenkreis Minden Lübbecke) Die Mühle mag einigen noch in Erinnerung sein. Hier wurde der 9. Mühlentag 1998 mit der üblichen Prominenz eröffnet. Frisch rekonstruiert und - so dachte ich - wieder eine konische Turmholländermühle mehr. Haben die Mindener nicht schon genug? Jetzt, als ich sie aus Anlaß des Kreismühlentages 1999 besuchte, war ich überrascht eine Motormühle vorzufinden. Eine Motormühle, die in den Rumpf der alten Holländerwindmühle hineingebaut worden ist. Irgendwann im Laufe der Zeit. Und die Mindener mit ihren vielen, vielen Mühlen haben keine Windmühle rekonstruiert sondern dieses Zwischending: Die in die Mühle eingebaute Motormühle. Allerdings: Das Schicki Micki konnten sie nicht unterlassen: Neue Flügel
ohne Funktion, eine große Flügelwelle und darauf ein Kammrad
ohne Zähne, aber mit Bremse um die Attrappe draußen zu bremsen.
In der Mühle ist es an diesem Kreismühlentag ziemlich voll. Die Führungen werden von einem jungen Mann betreut, der vom hiesigen Heimatverein ist. Also raufgestiefelt. Oben die Überraschung: Fast oben (auf den Kappboden kommt man nicht
hinauf) ein Doppelplansichter. Es wird diskutiert , ob
ein Plansichter überhaupt mit Windkraft betrieben werden kann. Nein,
sagt der Mann vor Ort, solch ein Gerät braucht eine gleichmäßige
Drehzahl, was bei Windbetrieb durch die wechselnde Windstärke nicht
gewährleistet sein kann.
Die Fußböden werden gerade Stück für Stück erneuert mit neuen hellen Fichtenbohlen. In jeder Etage hängt eine technische Zeichnung der vorhandenen Mahltechnik.. Zeichner: Mühlenbauingenieur Brüdern aus der Rothemühle bei Braunschweig An der Ostseite der Mühle ein großer Vorratsbehälter
der über mehrere Böden geht. Dann ein paar Walzenstühle
unter anderem, ein Grieswalzenstuhl, den ich noch nicht gesehen habe. Worin
unterscheidet er sich?
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